Unerwünschter Besuch kündigt sich an

Kategorie: notiert, geschrieben am 27. August 2010 von der Flaneur

Normalerweise bin ich zweimal im Jahr erkältet: einmal zu Beginn der kalten Jahreszeit, also irgendwann zwischen Mitte November und Anfang Dezember und dann noch einmal Ende Januar. Aber angesichts der Reibeisenstimme, mit der ich heute morgen Kunden und Kollegen erfreute, im Laufe des Tages wurde es dann aber besser, und dem Brummschädel der mich bis jetzt begleitet sowie der schniefenden Nase, deuten alle Anzeichen daraufhin, dass hier eine Erkältung im Anmarsch ist. Vertraue aber auf meine Abwehrkräfte, die ich aber, sicher ist sicher, morgen mit den bewährten Hausmitteln Zirone, Salbei und Ingwer bei ihrem heroischen Kampf unterstützen werde.

Bin einfach nur froh,

Kategorie: notiert, geschrieben am 26. August 2010 von der Flaneur

dass dieser Tag zu Ende ist.

Der letzte ? Anarchist

Kategorie: notiert, geschrieben am 25. August 2010 von der Flaneur

In der U-Bahn habe ich heute einen interessanten Aufsatz in der neuen Ausgabe von “Aus Politik und Zeitgeschichte” des Berliner Politologen Ekkehard Krippendorff gelesen. Der Essay bietet nicht viel neues, denn seit seiner radikalen Staatskritik, die er in seinem Werk Staat und Krieg: Die historische Logik politischer Unvernunft ausführlich dargelegt hat, ist das Anschreiben gegen den Staat zum Steckenpferd des altlinken FU-Professors geworden. Was ja auch völlig in Ordnung geht, denn eine Staatskritik von links kann ja nie ganz verkehrt sein. Was ich in oben erwähnten Aufsatz interessant fand und mich zum Nachdenken anregte, war der Gedanke Krippendorffs, inwieweit die zunehmende Multipolarisierung der Internationalen Beziehungen nicht auch dazu führen müsste, dass Internationale Politik, so wie sie bislang an den Universitäten gelehrt wird, mit ihrer (immer noch) staatszentrierten Ausrichtung, ganz neu gedacht und konzipiert werden müsste, sprich mit Einbeziehung von indigenen Gruppen und/oder Stämmen bzw Clans.
Denn das man mit einem auf den Staat zentrierten Sicherheits- und Entwicklungsmodell nicht überall auf der Welt weiterkommt, dafür bieten die “failing states” wie zum Beispiel Somalia und Afghanistan hinreichende Belege. Ist auf jeden Fall ein interessanter Gedankengang über den ich noch mal nachdenken muss.

Wie wahr

Kategorie: notiert, geschrieben am 24. August 2010 von der Flaneur

“Nur im Alleinsein können wir uns selber finden. Alleinsein ist nicht Einsamkeit, sie ist das größte Abenteuer!” (Hermann Hesse)

Diesen Satz von Hermann Hesse habe ich eben im Fahrgastfernsehen in der U-Bahn gelesen und konnte mich auf Anhieb darin wiederfinden.

Unverhofftes Geschenk

Kategorie: notiert, geschrieben am 23. August 2010 von der Flaneur

Heute morgen alles gemacht wie sonst auch: geduscht, angezogen, Brote für die Arbeit geschmiert, Zeitung und Brötchen geholt, gefrühstückt. Doch dann, als ich sozusagen schon in den Startlöchern stand, um zur U-Bahn zu gehen, da stellte ich plötzlich fest, dass ich noch eine Viertelstunde Zeit hatte. Und wie habe ich es genutzt diese Zeitgeschenk das mir aus heiterem Himmel in den Schoß gefallen ist? Ich habe mich auf den Balkon gesetzt und zwei Seiten in Fieldings “Tom Jones” gelesen. Denn das ist ja überhaupt für mich der Inbegriff von Luxus: an einem Werktagmorgen, wenn die Welt um einen herum am schaffen und werken ist, sich mit einem Buch hinzusetzen und zu lesen. Es waren nur ein paar Minuten Lektüre, doch sie haben gereicht, um mich ein klein wenig heiterer und gelassener in den Arbeitstag starten zu lassen.

Mal wieder ein Chaostag im Hotel

Kategorie: Hotel, geschrieben am 22. August 2010 von der Flaneur

Hausdame, die für die Endkontrolle der Zimmer zuständig ist, hat sich überraschend krank gemeldet, Chefin hing die ganze Zeit an der Rezeption und ständig hingen irgendwelche Gäste am Tresen, Nein, ein geruhsamer Hotelnachmittag sieht definitiv anders aus. Aber so ganz habe ich die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass es bald ein wenig ruhiger zugeht.

Zwangsentzug

Kategorie: notiert, geschrieben am 21. August 2010 von der Flaneur

Ich bin ja ein bekennender Schokoladenesser. Wobei ich aus dem Riesensortiment, dass uns Naschkatzen da zur Verfügung steht, zwei Marken eindeutig bevorzuge: für den Alltagsgenuss die Quadratisch-Praktisch-Gut-Marke und für den besonderen Schoko-Moment die Produkte von Zotter. Beide Sorten konnte ich bislang im Edeka-Markt meines Vertrauens erwerben. Wie gesagt, konnte, denn wie ich heute mit Schrecken feststellen musste, war der Tisch mit der reichlichen Auswahl an Zotter-Erzeugnissen verschwunden. Okay, es gibt Schlimmeres als auf den Genuss einer Edelschokolade zu verzichten, aber schade ist es trotzdem, dass der Lebensmittelmarkt diese Marke offenbar aus seinem Sortiment genommen hat.

Das Freitagsritual

Kategorie: Alltagsrituale, geschrieben am 20. August 2010 von der Flaneur

Viele meiner Alltagsgewohnheiten habe ich so stark verinnerlicht, dass ich sie gar nicht mehr bewusst wahrnehme. Eine Ausnahme bildet das Freitagsabendritual, denn das besteht in einer kleinen Kocherei. Die Woche über ernähre ich mich weitgehend von Obst und Stullen, was mich nicht groß stört. Am Freitagabend aber, nach der Einkaufsrunde stelle ich mich an den Herd und koche mir eine Kleinigkeit. Nichrs dolles, Huhn mit Nudeln oder meinen geliebten Erbsen-Kartoffeln-Lauch-Topf, auf jeden Fall Gerichte, die keinen großen zeitlichen Aufwand erfordern. Und wenn ich dann am gedeckten Tisch sitze, mir den Teller fülle und das erste Glas Wein einschenke, nachdem ich die Woche über strikt abstinent gelebt habe, dann weiß ich, jetzt ist die Arbeitszeit zu Ende und das Wochenende beginnt.

Endlagerung und Sicherheitsverwahrung

Kategorie: notiert, geschrieben am 19. August 2010 von der Flaneur

Potenziell gefährlich sind sie beide: die Gewalttäter, die jetzt aufgrund eines Urteils des Europäischen Menschenrechtsgerichtshofes aus der Sicherheitsverwahrung entlassen werden müssen und bei denen nicht sicher ist, ob sie in Zukunft wieder straffällig werden und die Atomenergie, wo man immer noch keine Lösung dafür gefunden hat, wie man den Strahlenmüll einige Tausend Jahre lang sicher verwahren kann. Doch während man sich bei den Straftätern derzeit die Köpfe heiß diskutiert, wie man ihre Umwelt am besten vor ihnen schützen kann, wird das Problem der Endlagerung beim Atommüll von der Atomindustrie nonchalant ignoriert. Arno Widmann, Kulturredakteur bei der Frankfurter Rundschau hat dazu einen lesenswerten Beitrag geschrieben.

Townes van Zandt: Marie

Kategorie: notiert, geschrieben am 18. August 2010 von der Flaneur

Für mich eines seiner besten und eindruckvollsten Lieder