Archiv für August 2009

Um ein berühmter Fotograf zu werden,

Kategorie: notiert, geschrieben am 31. August 2009 von der Flaneur

braucht man nur zwei Dinge: eine Kamera und eine Vespa. Auf deren Lenker befestigt man die Kamera und rast dann volle Pulle auf ahnungslose Fußgänger zu, die man dann in dem Moment, wo sie denken, gleich nietet mich der Idiot um, fotografiert und weicht dann elegant aus, um sich das nächste Opfer zu suchen. So hat es der berühmte Modefotograf Raymond Meier in seiner Jugend gemacht und ein Teil dieser Aufnahmen ist in der aktuellen Du zu sehen.

Puh, das war ganz schön heftig,

Kategorie: Hotel, geschrieben am 30. August 2009 von der Flaneur

aber jetzt habe ich den Stapel der nicht bearbeiteten Anfragen und Buchungen abgearbeitet und kann mich in Ruhe meiner Lektüre widmen. Und der Countdown läuft: nur noch achteinhalb Stunden Hotel sind es bis zu den langersehnten vier hotelfreien Sonntagen.

Phantasie und Erdanziehung

Kategorie: Hamburg, notiert, geschrieben am 29. August 2009 von der Flaneur

Ich gestehe, ich bin sensationslüstern. Also, wenn’s in der Elbmetropole irgendetwas Außergewöhnliches zu gucken gibt, am besten umsonst und mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut zu erreichen und vor allem am Samstag nach dem Frühstück stattfindet, ja dann bin ich dabei. Heute war mal wieder so ein Ereignis, das mich neugierig machte. Die Rede ist vom Red Bull Cliff Diving, einem Wettbewerb des bekannten Brausehersteller, bei dem sich die weltbesten Klippenspringer aus großer Höhe in Seen und Flüsse stürzen. Heute waren diese wagemutigen Helden - ich bin einmal im Leben vom Dreier gesprungen und als ich da oben auf dem Brett stand, dachte ich, okay, ade liebes Leben, das nur mal so nebenbei bemerkt - auf der Rickmers Rickmer, um sich hoch oben aus der Takelage ins Hamburger Hafenwasser zu stürzen.

Red Bull Cliff Diving Hamburg 2009 Takelage der Rickmers Rickmer

Nun mag vielleicht der eine oder andere einwenden, dass die eigentliche Mutprobe für die Teilnehmer nicht im Sprung aus der Höhe bestand, sondern vielmehr darin, die ganze Veranstaltung ohne größere Vergiftungsschäden zu überstehen, aber egal, ich wollte mir das Spektakel nicht entgehen lassen und das Ganze natürlich auch fotografisch festhalten, am besten natürlich mit dem Bild von einem Springer, wie er sich gerade waghalsig in der Luft dreht. Soweit die Theorie. Und der Anfang ließ sich ja auch ganz gut an, wie man auf dem Bild links sehen kann. Nur beim eigentlichen Sensationsfoto ist jetzt die Phantasie der Leserinnen und Leser dieses Beitrages gefordert, denn aufgrund der Erdanziehung, die im Hamburger Hafen offenbar ganz besonders ausgeprägt ist, flog mir der Springer, mit rasender Geschwindigkeit, ich hatte noch nicht einmal Zeit, “Halt, Stopp zu rufen” durchs Bild und als ich auf den Auslöseknopf druckte, da machte er schon Bekanntschaft mit dem Hamburger Hafenschlick. Aber wenigstens hat man jetzt einmal einen guten Eindruck von der Takelage eines Segelschiffes.

Ich hatte bei meinen Finanzen den Überblick

Kategorie: notiert, geschrieben am 28. August 2009 von der Flaneur

verloren, was nicht weiter schlimm war, ganz im Gegenteil, denn als ich heute bei der Bank mein Sparguthaben abfragte, da war doppelt soviel auf dem Konto wie ich eigentlich gedacht hatte. Und so ein Irrtum ist doch allemal besser als wenn es andersrum gewesen wäre :-)

Es steht nicht gut um die SPD

Kategorie: notiert, geschrieben am 27. August 2009 von der Flaneur

so um 20 Prozent dümpelt sie in den Umfragen vor sich hin und mich scheint das doch stärker zu beschäftigen, als ich bislang gedacht hatte. Denn warum sollte ich sonst in der vergangenen Nacht ausgiebig von Kurt Beck geträumt haben, der mir in einem ausgiebigen Gespräch verriet, dass er für sein Leben gern Innereien isst und seine absolute Lieblingsspeise Spätzle mit frisch geriebenem Parmesankäse ist. Falls diese Informationen irgendjemanden bei seiner Wahlentscheidung helfen sollen ….

“Sie haben ja auch keinen leichten Job”,

Kategorie: Call-Center, geschrieben am 26. August 2009 von der Flaneur

meinte vorhin eine Kundin zu mir, nachdem sie mich zehn Minuten lang wegen eines nicht zugestellten Paketes angeschrien hatte. Irgendwann konnten wir dann halbwegs vernünftig miteinander reden, ich konnte ihr sagen, was ich jetzt veranlassen würde und natürlich lag mir zu ihrer Bemerkung eine entsprechende Erwiderung auf der Zunge, die ich mir dann aber verkniffen habe.

Geschafft,

Kategorie: Call-Center, geschrieben am 25. August 2009 von der Flaneur

 die zweite meiner drei 9-Stunden-Schichten für diese Woche. Morgen noch einmal so lange und dann habe ich diese drei “tollen Tage” mal wieder überstanden.

Verärgert nach Kirchenbesuch

Kategorie: notiert, geschrieben am 24. August 2009 von der Flaneur

Hauptkirche St. Trinitatis in Hamburg-Altona

Am Sonnabend war ich in der St. Trinitatis Kirche in Hamburg-Altona gewesen. Ein schöner, heller Kirchenraum, in der Mitte ein schlichter Altar, alles ganz nach meinem Geschmack, ein  schöner Ort, um stille Einkehr zu halten. An den Wänden hingen Bilder mit moderner Kunst, die mir nicht besonders zugesagt haben, aber okay, das ist halt Geschmacksache, aber die bunten Farbtupfer fand ich schon schön. Weniger schön fand ich, als ich mir die Bilder dann bei meinem kleinen Rundgang etwas genauer anschaute, das neben jeder Bildergruppe eine Preisliste auslag, die einem darüber informierte, zu welchem Preis man das betreffende Kunstwerk erwerben konnte. Da fiel mir dann die Stelle im Neuen Testament ein, wo Jesus die Kaufleute aus dem Tempel vertrieb. Sicher ist es ein ehrenwertes Anliegen, wenn die Kirchengemeinde ortsansässige Künstler unterstützt, aber ich finde es nicht gut, wenn die Kirche zum Verkaufsraum mutiert.

Bild des Tages: Die Schornsteine rauchen wieder

Kategorie: Hamburg, geschrieben am 23. August 2009 von der Flaneur

Szene im Hamburger Hafen

Als jemand, der Mitte der fünfziger Jahre das Licht der Welt erblickte, beruhen große Teile meiner ökonomischen Sozialisation, zumindest bis zu Beginn der siebziger Jahre, als der Himmel über der Ruhr blau werden sollte, auf dem engen Zusammenhang zwischen qualmenden Schornsteinen und einer florierenden Wirtschaft. Ein paar Jahrzehnte später denke ich bei diesen dunklen Qualmwolken sofort an die CO2-Bilanz, an die Klimakatastrophe und was es sonst noch so alles an Umweltübeln  so gibt.

Inwieweit nun der Wandel Hamburgs hin zur Kultur-, Medien- und Dienstleistungsmetropole jedoch der Weisheit letzter Schluss ist, lasse ich mal dahingestellt.

Plakat zur Hafencity

Zumindest bei diesem, gestern entdeckten Vorschlag, habe ich jedoch erhebliche Zweifel.

Au weiah, das wird schwer,

Kategorie: Hamburg, notiert, geschrieben am 22. August 2009 von der Flaneur

hier eine Auswahl zu treffen. Durch Zufall bekam ich heute ein Programmheft zum “Tag des offenen Denkmals” in die Hand. Bislang hatte ich nie Zeit an den Besichtigungen, die im Rahmen dieser Veranstaltung angeboten werden, teilzunehmen, da ich am Sonntag ja immer im Hotel bin. Aber in weiser Voraussicht, mögen andere es auch als plumpen Zufall bezeichnen, habe ich aber dieses Jahr meinen Urlaub so gelegt, dass ich am Sonntag die Denkmäler stürmen kann. Aber welche ? Denn nach einem ersten flüchtigen Durchblättern des Programmheftes würde ich mir am liebsten alles, was dort angeboten wird, anschauen. Zum Glück habe ich noch ein paar Tage Zeit, um mir meine Rosinen da heraus zu picken.