Archiv für Juli 2009

Reif für’s Wochenende

Kategorie: Call-Center, notiert, geschrieben am 31. Juli 2009 von der Flaneur

war ich schon heute morgen und dann den ganzen Tag bis Dienstende. Alle fünf Sekunden musste ich ausgiebig gähnen und am liebsten hätte ich mich auf’s Sofa gepackt und hätte den ganzen Tag vor mich hin gedöst. Aber jetzt ist der Arbeitstag überstanden und prompt erwachen die Lebensgeister wieder.

Sex und Katholische Kirche,

Kategorie: notiert, geschrieben am 30. Juli 2009 von der Flaneur

wenn der liberale Zeitgenosse diese beiden Begriffe liest, dann fällt in der Regel sofort die Klappe und auf der steht “Der Papst verbietet das Vögeln.” Das es in dem Riesenreich des Katholizismus aber durchaus auch andere Stimmen gibt, das beweist uns die Diözese Linz. Okay, wenn  auf einer katholischen Webseite die Frage liest, ob weicher Sex mit hartem Schwanz möglich ist, dann hat das auf den ersten Blick etwas unfreiwillig Komisches an sich.  Aber wenn Kirche und Religion, egal ob katholisch, protestantisch oder was auch immer, für sich in Anspruch nehmen, dem Menschen Orientierungshilfe für alle zentralen Lebensfragen zu geben, dann gehört das Thema Sexualität zweifelsohne mit dazu. Und gerade wir Männer definieren Sex, vielleicht nicht ausschließlich, halt eben auch über den Leistungsgedanken. Und das in Frage zu stellen, darüber nachzudenken lohnt sich allemal. Ach ja, und die erwähnte Seite, über die ich heute in einer Glosse in der Frankfurter Rundschau aufmerksam wurde, hat noch mehr zu bieten als schenkelklopfendes Gegröle über das, was die Katholen zum Thema Sex zu sagen haben. Ein Stöbern im Männeratlas lohnt sich auf jeden Fall.

Geruhsamer Start

Kategorie: Call-Center, notiert, geschrieben am 29. Juli 2009 von der Flaneur

in den Tag. Spätdienst hat ja auch seine Vorteile: Ausschlafen, in aller Ruhe frühstücken mit ausgiebiger Zeitungslektüre, danach sich noch ein wenig in der bunten, digitalen Welt umschauen und jetzt gleich geht’s zur U-Bahn.

“Wer vom Toilettengang zurückkehrt,

Kategorie: Entdeckungen, notiert, geschrieben am 28. Juli 2009 von der Flaneur

ist endlich eins mit sich selbst.” Nein, dieser Satz stammt nicht aus der Minima Moralia von Theodor W. Adorno, sondern steht in einem sehr lesenswerten Aufsatz von Daniel Hornuff über “Transzendenz im Badezimmer - Bildwelten der Badkultur” in der neuesten Ausgabe von “Aus Politik und Zeitgeschichte“, der sich mit der Funktion der Bilder bei der warenästhetischen Inszenierung von Badezimmereinrichtungen beschäftigt. Und zum Thema Duschkabine findet sich an anderer Stelle folgender Gedanke: “Wer die Schwelle ins Innere der Duschkabine übertritt, gelangt in einen anderen Raum, in die Kategorien des Gewöhnlichen außer Kraft gesetzt werden. Die Inszenierung verspricht ein Stück Erhabenheit, in jedem Fall die Herauslösung aus dem profanen Tagesablauf.” Seitdem ich das jetzt weiß, genieße ich das Duschen am Morgen gleich viel intensiver. Spannend auch das Blog zum Thema Analyse der Bilderwelten.

Von der Post träume ich

Kategorie: notiert, geschrieben am 27. Juli 2009 von der Flaneur

mittlerweile nur noch selten, aber wenn ich von meinem früheren Arbeitgeber träume, dann sind diese Träume meistens hammerhart. So wie vergangene Nacht: Da war ich als Zusteller unterwegs. Habe ich Jahre lang gemacht, eine einfache Angelegenheit also, sollte man annehmen. Gerade Hausnummern rauf, ungerade runter oder umgekehrt je nachdem, wie es der Tourenplan vorsieht. Bei mir ließ sich das Ganze auch ganz locker an, bis ich auf einmal vor einem Haus stand und die Post für dieses Haus in meinem Stapel ganz woanders steckte. Haste halt mal falsch sortiert, dachte ich mir, stellte die Post zu und ging weiter zum nächsten Haus. Hier genau das gleiche Spiel, nur das ich feststellen musste, dass die Briefe noch weiter durcheinander geraten waren, als ich es wenige Augenblicke zuvor festgestellt hatte. Und das verstärkte sich je weiter ich meine Zustellung machte. Hinzu kam, dass die Menge der Briefe nicht weniger werden wollte. All das wäre ja noch völlig normal gewesen, wenn es nicht noch einen weiteren Erschwernisfaktor gegeben hätte: Ich musste nämlich, parallel zu meiner Zustellertätigkeit, noch auf ein Baby im Kinderwagen aufpassen, den ich zusammen mit meinem Fahrrad die Straße entlangschob. Keine Ahnung, wie ich dazu gekommen bin, für mich war das aber vollkommen in Ordnung. Und irgendwann einmal, weil mich der Wagen dann doch etwas behinderte in meiner Arbeit, stellte ich ihn in einem großen Kaufhaus ab. Da standen schon mehrere Wagen und mir wurde gesagt ich könnte meinen Wagen gerne dazu stellen und ihn später wieder abholen. Es kam dann wie es kommen musste. Als ich zurückkehrte war der Wagen nicht da. Im ganzen riesigen Kaufhaus bin ich auf der Suche nach dem Wagen herumgeirrt, aber keine hatte ihn gesehen. Das Baby also weg und meine Zustelltour war mittlerweile auch ein einziges Chaos geworden. Zum Glück holte mich der Wecker aus dieser ausweglosen Situation heraus.

So einen Hotelnachmittag

Kategorie: Hotel, geschrieben am 26. Juli 2009 von der Flaneur

hatte ich schon lange nicht mehr. Sechst Stunden nur Gerödel, Berge von ,wovon rund 90 Prozent vom Vortage stammten, weil der Kollege von der Nachtschicht am Samstag entweder unfähig oder zu blöd war diese zu beantworten, an der Rezeption ein ständiges Kommen und Gehen und dazu klingelte pausenlos das Telefon. Nee, das war kein entspannter Nachmittag heute.

Bild des Tages: Surfing A7 - Hafensafari 2009

Kategorie: Hamburg, notiert, geschrieben am 25. Juli 2009 von der Flaneur

Hafensafari 2009

Der Hamburger Hafen, wie nähert man sich diesem Gebilde an, das für die einen das Tor zur Welt bedeutet, wo man auf den Hafenrundfahrten mächtige Containerschiffe bwundern kann, für andere steht es, gerade in den letzten Jahren, als riesige Jobmaschine, während es für Dritte als Ausdruck für Natur- und Landschaftszerstörung gilt. Seit 2003 gibt es die Hafensafari, die durch temporäre Kunstaktionen versucht, einen neuen, vielleicht auch genaueren Blick auf den Hamburger Hafen zu vermitteln.

Im Zentrum der Hafensafari 2009 steht die A 7 und zwar ein kleines Teilstück auf der Höhe der Autobahnabfahrt Waltershof. Das ist nun wahrhaftig kein Ort, den man als besonders öund/oder touristisch interessant bezeichnen kann,

Hafensafari 2009

wie man hier auf diesem Bild unschwer erkennen kann. Heute fanden die Expertentouren statt und im Nachhinein kann ich sagen, dass sich der Weg in diese Einöde gelohnt hat. Denn auf der ca 1,5 km langen Tour unter oder neben der Stelzenkonstruktion wurden uns durch verschiedene “Experten” höchst unterschiedliche Sichtweisen auf dieses Gelände nahegebracht. So machte die Vertreterin der HHLA mit Nachdruck auf den aus ihrer Sicht dringend erforderlichen Ausbau des Autobahnnetzes im Hamburger Hafen (Stichwort Hafenquerspange) aufmerksam, während gleich darauf eine Feng-Shui-Expertin dieses Gelände als tot bezeichnete oder eine andere Expertin untersuchte gerade, als wir zufälligerweise vorbeikamen, ob sich das Gelände zur Anlage von Kleingärten eignet, da gerade in Zeiten der ökonomischen Krise, es notwendig erscheint, wenn sich die Bewohner der Freien und Hansestadt Hamburg vestärkt selbst mit Gemüse und Obst aus dem eigenem Schrebergarten versorgen. Am Ende der Tour erzählten dann noch zwei Zeitzeugen vom Ende des Dorfes Altenwerder, das in den siebziger Jahren der Hafenerweiterung geopfert wurde. Die Expertentouren finden morgen noch einmal statt. Festes Schuhwerk ist auf jeden Fall anzuraten und was im Rahmen der diesjährigen Hafensafari sonst noch alles unter der A7 stattfindet kann man hier erfahren. Ich bedanke mich an dieser Stelle ganz herzlich bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern dieses Projekts. Es war ein witziger, spannender, lehrreicher Samstagnachmittag, der vielleicht etwas trockener hätte sein konnen, aber die wahren Nachfolger von Stanley und Livingstone sind über solche Wetterkapriolen ja eh erhaben :-)

Das lässt hoffen

Kategorie: notiert, geschrieben am 24. Juli 2009 von der Flaneur

und zwar die Wettervoraussage für den morgigen Tag

Heute schreibe ich mal:

Kategorie: notiert, geschrieben am 23. Juli 2009 von der Flaneur

Nichts“.

Intensiv geträumt habe ich die letzte Nacht,

Kategorie: notiert, geschrieben am 22. Juli 2009 von der Flaneur

doch leider kann ich mich nur an eine Szene erinnern, wohl weil sie zu meinen Standardsituationen gehört. Dieses Mal war ich irgendwo im Süden, Italien wahrscheinlich, in einm kleinen Dorf an einer Steilküste und aus irgendeinem Grund stand ich plötzlich mit vielen anderen Dorfbewohnern auf einem schmalen Mauersims und schaute hinab aufs Meer, dass ein paar Hundert Meter tiefer türkisfarben funkelte. Zunächst fand ich die Situation gar nicht bedrohlich bis auf einmal die Erkenntnis kam, dass ich ja nur das Gleichgewicht zu verlieren brauchte oder einem meiner Nachbarn zur Rechten oder zur Linken geschähe und beim Versuch sich abzustützen würde er mich mit in den Tod reißen. Vor und zurück konnte ich nicht, jeder Ausweg war mir mal wieder versperrt.