Archiv für Oktober 2008

Schade, dass ich heute morgen

Kategorie: notiert, geschrieben am 31. Oktober 2008 von der Flaneur

auf dem Weg ins Call-Center meine Kamera nicht mit dabei hatte. Dichter Nebel herrschte und die Stimmung war so richtig schön geheimnisvoll, wie in den alten Edgar-Wallace Filmen, dass man glaubte hinter jedem Busch und Strauch würde gleich mit irrem Blick Klaus Kinski auftauchen :-)

Manchmal ist der Job im Call-Center

Kategorie: Call-Center, geschrieben am 30. Oktober 2008 von der Flaneur

ein richtiger Scheißjob. Nicht wegen der zeternden und nervenden Kunden am Telefon, sonder weil es Situationen gibt, wo ich von Herzen gerne helfen würde, aber die Logistikabläufe so starr sind, das da nichts geht. Solch eine Situation hatte ich heute, wo ich einem Mann, dessen Frau mit dem herzkranken Sohn zur Kur gereist waren, erklären musste, dass der Koffer, in dem sich wichtige Sachen für das Kind befanden, am anderen Ende der Republik gelandet war und eine Zustellung an der korrekten Adresse aufgrund der Feiertage jetzt am Wochenende nicht vor Anfang der kommenden Woche möglich ist. Nee, solche Kundengespräche machen dann keine Laune und am liebsten hätte ich mich selbst auf die Socken gemacht und dem Lütten seine Sachen gebracht.

Ich bin doch nicht der Einzigste

Kategorie: notiert, geschrieben am 29. Oktober 2008 von der Flaneur

Inmitten all der Menschen, die bereits mit dicken, pelzgefütterten Winterstiefeln herumlaufen (was tragen die eigentlich, wenn wirklich Winter ist?), kam ich mir mit meinen Sandalen, die ich immer noch trage, ab und zu ein wenig deplatziert vor. Aber mit den dicken Wollsocken von Muttern an den Füßen brauche ich da wahrhaftig keine Angst vor Frostbeulen zu haben, zumal ich mich die Woche über, abgesehen vom Fußweg zwischen U-Bahn-Station und Call-Center fast eh nur drinnen aufhalte. Vorhin aber als ich noch mal kurz unterwegs war, da habe ich einen weiteren Sandalenträger gesehen. Hach, was war das für ein beglückendes Gefühl zu wissen, nicht allein auf der Welt zu sein.

Die Zeit rast nur so dahin,

Kategorie: notiert, geschrieben am 28. Oktober 2008 von der Flaneur

habe ich das Gefühl. Jetzt bin ich schon seit vier Wochen wieder am Arbeiten und ich kann’s kaum glauben. So langsam muss ich mich dann mal mit der Urlaubsplanung für das kommende Jahr befassen, auf dass ich im täglichen Arbeitstrott so alle paar Monate ein rettendes Ufer vor Augen habe.

Hach, das war schön heute,

Kategorie: notiert, geschrieben am 27. Oktober 2008 von der Flaneur

seit Wochen das erste Mal am Montag keine 9-Stunden-Schicht im Call-Center gehabt, sondern nur läppische 7:15 Stunden, das war dann fast schon wie Urlaub :-), nee war schon schön, konnte gemütlich zu Hause den Abwasch erledigen und meinem Sparschwein mal wieder etwas Luft verschaffen für weitere Fütterungen. Immerhin sind durch das Kleingeld, was da beinaheTag für Tag reinwandert, schon 112 Euro zusammengekommen und wenn das so weitergeht werde ich im September 2009 für ein paar Tage den dicken Max markieren können :-)

So ganz traue ich dem Frieden nicht

Kategorie: Hotel, geschrieben am 26. Oktober 2008 von der Flaneur

Im Hotel ist alles ruhig, keine Anrufe, keine Mails. Meine langjährige Erfahrung sagt mir aber, dass dem Frieden nicht zu trauen ist. Denn wie oft habe ich es schon erlebt, dass innerhalb einer Minute die totale Hektik ausbrechen kann, wo  zig Gäste mit Tausend verschiedenen Wünschen an der Rezeption stehen und gleichzeitig in einer Tour das Telefon klingelt. Na ja, ich lasse mich mal überraschen, wie die letzten zwei Stunden meiner Schicht werden.

Samstagsspaziergang

Kategorie: notiert, geschrieben am 25. Oktober 2008 von der Flaneur

Nach Wochenendeinkauf und geruhsamen Fruhstuck ging’s dann heute Vormittag wieder los zum ausgedehnten Stadtspaziergang. Bevor ich mich auf dem Weg machte, gab’s noch einen schnellen Schnappschuss von diesem kleinen Kerl, der im Baum vor meinem Schlafzimmerfenster ein paar Minuten Rast machte

Spatz

Startpunkt meines Fotostreifzuges war, wie letztes Wochenende, die Gegend um die Deichtorhallen. Als ich dort ankam stieg gerade der High-Flyer empor

Fesselballon Fesselballon High-Flyer

Das war naturlich ein solch weltbewegendes Ereignis, dass ich meinen Zeigefinger gar nicht mehr vom Ausloseknopf der Kamera wegbekam :-). Aber nach dem zigsten Ballonbild wurde es mir dann doch ein wenig langweilig und weiter ging es Richtung Speicherstadt/Hafencity

Speicherstadt Speicherstadt

In unmittelbarer Nachbarschaft zum Internationale Maritime Museum befindet sich das Automuseum.

Automuseum Schrottpaket vor dem Automuseum

Da hatten die Betreiber zwar eine, wie ich finde, ausgezeichnete Idee, aber dann doch offenbar nicht die rechte Traute, diese auch offensiv zu vertreten. Denn dieses hubsche Autoschrottpaket liegt versteckt in einem kleinen Graben vor dem Eingang. Schrottplatz oder Museum, ich meine, diese Frage stellt sich doch fur jeden Autobesitzer?

Ursprunglich hatte ich dann vorgehabt mal wieder durch den Alten Elbtunnel zu gehen. Aber angesichts der Menschenmassen, die sich zwischen Baumwall und Landungsbrucken bewegten, habe ich dann spontan mein Programm geandert und bin Richtung Michel gewandert,

Erzengel Michael

wo ich dann endlich mal Zeit hatte, den Namensgeber des Hamburger Wahrzeichens, den Erzengel Michael, meinem Fotoarchiv zuzufugen.

Momentan kennt der Dax ja nur eine Richtung und zwar abwarts. Mit dem Wirtschaftswachstum sieht es ebenfalls mau aus, alle reden von Krise und Rezession. In solch schwierigen Zeiten empfiehlt es sich naturlich, darauf zu achten, wofur man sein Geld ausgibt. Doppelnutzung ist jetzt das Gebot der Stunde und pfiffige Designer haben da auch schon entsprechende Ideen entwickelt

Stiefelvasen-Vasenstiefel

Wer weder Gummistiefel noch Blumenvase besitzt, fur den konnte sich die Investition von 165 Euronen ja rechnen, die Gummistiefelbesitzer brauchen hinfort jedoch kein Geld mehr fur Blumenvasen auszugeben.

Ein Vogel stand am Anfang dieses kleinen Bilderreigens, ein Vogel soll auch am Ende diese Beitrages stehen. Nachdem ich das Foto von den Stiefelvasen/Vasenstiefel gemacht hatte, ging ich den Alten Steinweg Richtung Ellerntorbrucke hinunter, als ich plotzlich auf eine kleine Gruppe von Passanten stiess, die angestrengt nach oben blickte. Sensationslustern, wie ich nun mal bin, stellte ich mich dazu und blickte ebenfalls nach oben und hielt Ausschau nach einem Wellensittich, der Oma Petersen aus dem Kuchenfenster davon geflogen war. Zum Gluck bemerkte ein Herr neben mir meinen suchenden Blick und zeigte mir, in welche Richtung ich schauen sollte.

Eule in der Stadt

Das ist doch irre, finde ich. Am hellichten Tage, mitten in der Stadt, sitzt, als ob es das Selbstverstandlichste auf der Welt ist, eine Eule auf der Fensterbank.

Wehmütig

Kategorie: Call-Center, notiert, geschrieben am 24. Oktober 2008 von der Flaneur

Gestern habe ich mal zufällig in meiner Excel-Tabelle, in der ich meine Arbeitszeiten notiere, nach oben gescrollt. Hach, was waren das am Jahresanfang, als ich noch den alten Vertrag hatte, für entspannte Zeiten. Ab und an mal eine 9-Stunden-Schicht, aber meistens war der Arbeitstag nach vier oder fünf Stunden für mich beendet. Und heute sind sieben Stunden das Minimum. Na gut, damals war dann immer Sorge da, wie ich finanziell über die Runden komme und heute fehlt’s an der Zeit zum Geldausgeben. Vielleicht werde ich morgen mal shoppingmäßig losziehen. Geburtstagsgeschenk für meine Mutter kaufen und schon mal ein paar Ideen für Weihnachtsgeschenke sammeln. Wäre schon gut, wenn ich das alles bis zum 2. Advent erledigt hätte, aber mal sehn.

Jetzt ist der Sommer endgültig zu Ende,

Kategorie: notiert, geschrieben am 23. Oktober 2008 von der Flaneur

denn vorhin habe ich auf dem Weg nach Hause zwei große Schwärme von Wildgänsen am Himmel gesehen. War schon schön, wie plötzlich in der U-Bahn alle Leute neugierig aus dem Fenster schauten und den Vögeln nachblickten, die da in ihrer Pfeilformation Richtung Süden flogen.

In diesem Herbst

Kategorie: notiert, geschrieben am 22. Oktober 2008 von der Flaneur

habe ich die Farbenpracht der Bäume so intensiv wie selten zuvor erlebt.