Nach Wochenendeinkauf und geruhsamen Fruhstuck ging’s dann heute Vormittag wieder los zum ausgedehnten Stadtspaziergang. Bevor ich mich auf dem Weg machte, gab’s noch einen schnellen Schnappschuss von diesem kleinen Kerl, der im Baum vor meinem Schlafzimmerfenster ein paar Minuten Rast machte

Startpunkt meines Fotostreifzuges war, wie letztes Wochenende, die Gegend um die Deichtorhallen. Als ich dort ankam stieg gerade der High-Flyer empor

Das war naturlich ein solch weltbewegendes Ereignis, dass ich meinen Zeigefinger gar nicht mehr vom Ausloseknopf der Kamera wegbekam :-). Aber nach dem zigsten Ballonbild wurde es mir dann doch ein wenig langweilig und weiter ging es Richtung Speicherstadt/Hafencity

In unmittelbarer Nachbarschaft zum Internationale Maritime Museum befindet sich das Automuseum.

Da hatten die Betreiber zwar eine, wie ich finde, ausgezeichnete Idee, aber dann doch offenbar nicht die rechte Traute, diese auch offensiv zu vertreten. Denn dieses hubsche Autoschrottpaket liegt versteckt in einem kleinen Graben vor dem Eingang. Schrottplatz oder Museum, ich meine, diese Frage stellt sich doch fur jeden Autobesitzer?
Ursprunglich hatte ich dann vorgehabt mal wieder durch den Alten Elbtunnel zu gehen. Aber angesichts der Menschenmassen, die sich zwischen Baumwall und Landungsbrucken bewegten, habe ich dann spontan mein Programm geandert und bin Richtung Michel gewandert,

wo ich dann endlich mal Zeit hatte, den Namensgeber des Hamburger Wahrzeichens, den Erzengel Michael, meinem Fotoarchiv zuzufugen.
Momentan kennt der Dax ja nur eine Richtung und zwar abwarts. Mit dem Wirtschaftswachstum sieht es ebenfalls mau aus, alle reden von Krise und Rezession. In solch schwierigen Zeiten empfiehlt es sich naturlich, darauf zu achten, wofur man sein Geld ausgibt. Doppelnutzung ist jetzt das Gebot der Stunde und pfiffige Designer haben da auch schon entsprechende Ideen entwickelt

Wer weder Gummistiefel noch Blumenvase besitzt, fur den konnte sich die Investition von 165 Euronen ja rechnen, die Gummistiefelbesitzer brauchen hinfort jedoch kein Geld mehr fur Blumenvasen auszugeben.
Ein Vogel stand am Anfang dieses kleinen Bilderreigens, ein Vogel soll auch am Ende diese Beitrages stehen. Nachdem ich das Foto von den Stiefelvasen/Vasenstiefel gemacht hatte, ging ich den Alten Steinweg Richtung Ellerntorbrucke hinunter, als ich plotzlich auf eine kleine Gruppe von Passanten stiess, die angestrengt nach oben blickte. Sensationslustern, wie ich nun mal bin, stellte ich mich dazu und blickte ebenfalls nach oben und hielt Ausschau nach einem Wellensittich, der Oma Petersen aus dem Kuchenfenster davon geflogen war. Zum Gluck bemerkte ein Herr neben mir meinen suchenden Blick und zeigte mir, in welche Richtung ich schauen sollte.

Das ist doch irre, finde ich. Am hellichten Tage, mitten in der Stadt, sitzt, als ob es das Selbstverstandlichste auf der Welt ist, eine Eule auf der Fensterbank.