Archiv für September 2008

Die Wahlschlappe der CSU

Kategorie: notiert, geschrieben am 30. September 2008 von der Flaneur

scheint mich wohl doch starker zu beschäftigen, als ich es vermutet hatte. Denn letzte Nacht träumte ich doch von Franz-Josef Strauß, wie er nur mit einem dünnen Hemdchen bekleidet zusammen mit einer jungen blonden Frau auf einer Mauer saß und irgendwelchen Leuten im Hintergrund unverständliche Anweisungen gab. Ach, wenn ich mir doch gemerkt hätte, was der große Vorsitzende gesagt hat. Als das CSU-Orakel aus Hamburg würde ich beim Sonderparteitag der CSU bestimmt der Mittelpunkt der ganzen Veranstaltung sein :-)

Es war ein Kampf auf Biegen und Brechen

Kategorie: Call-Center, geschrieben am 29. September 2008 von der Flaneur

heute morgen, den mein kuschelwarmes Bett und der Damon Call-Center miteinander gefuhrt haben. “Bleib doch noch ein Weilchen, wenigstens noch funf Minuten”, sauselte mir mein Kopfkissen ins Ohr. “Steh auf, mach hinne, Du kommst zu spat”, drangte der Damon und da sich das Ganze nicht im Marchen, sondern in der Realitat abspielte, siegte naturlich der Damon. Eine Stunde kam ich mir dann wie im falschen Film vor, doch dann war sie wieder da die Routine, die mich dann irgendwie uber den neunstundigen Arbeitstag gebracht hat.

Das war’s,

Kategorie: notiert, geschrieben am 28. September 2008 von der Flaneur

morgen geht es wieder in die Tretmuhle. Zum Gluck erst einmal nur fur drei Tage, denn Donnerstag habe ich frei und am Freitag ist ja eh Feiertag und bis dahin werde ich mich wohl wieder an die zeternden Kunden gewohnt haben.

Schoen war’s heute im Botanischen Garten

Kategorie: notiert, geschrieben am 27. September 2008 von der Flaneur

 

 

Herbststimmung im Botanischen Garten

einfach nur auf einer Bank gesessen, die Stille genossen und mich in die Farbenpracht des Herbstes versenkt und Warme der Herbstsonne auf meinem Gesicht gespurt und fur einen Moment kam dann auch das Gedankenkarussell zum Stillstand und es war nur Frieden und Stille in mir.

Bald ist Weihnachten

Kategorie: notiert, geschrieben am 26. September 2008 von der Flaneur

Daran erinnerten mich heute morgen auf dem Weg zum Backer die Kleinen aus dem Kinderladen bei mir gegenuber, die auf ihren Weg zum Spielplatz schon mal frohlich dieses Liedchen sangen :-)

Wie lange dauert ein Leben ?

Kategorie: notiert, geschrieben am 25. September 2008 von der Flaneur

Nun, so ganz allgemein und banal lautet die Antwort: Bis es eines Tages zu Ende ist. Und im Durchschnitt dauert die Zeitspanne zwischen Geburt und Tod laut der jungsten Daten des Statistischen Bundesamtes fur einen Jungen 76,6 Jahre und fur ein Madchen 82,1 Jahre. Seit heute weiss ich aber noch von einer weiteren Institution, die die Lebensdauer des Bundesburgers definiert. Es ist der Lebensmittelhandelsriese EDEKA. Denn der veranstaltet in diesen Tagen ein Gewinnspiel und der Hauptgewinn besteht darin, dass man ein Leben lang kostenlos bei EDEKA einkaufen darf. Das sind naturlich wunderbare Aussichten, wenn man in Zukunft nicht mehr zur groben Leberwurst greifen muss, sondern die feine Kalbsleberwurst im Golddarm genie?en darf. Die Gefahr, dass ihre Kundschaft, zur Ma?losigkeit neigt, haben denn auch die Manager des Handelsriesen gesehen und das Versprechen, ein Leben lang kostenlos einkaufen zu durfen, mit zwei Einschrankungen versehen. Zum einen darf man pro Jahr nur 10.000 Euro verprassen, einen Betrag, den ich, wenn ich meine Konsumgewohnheiten bei Lebensmittel betrachte, als vollig ausreichen empfinde, zum anderen darf die Zeit der hemmungslosen Prasserei und Vollerei allerdings nur maximal 50 Jahre dauern und dann muss man wieder an der Supermarktkasse selbst die Euroscheine aus der Geldborse klauben oder sein Leben irgendwie beenden. Denkbar ware naturlich auch die Moglichkeit, dass ein durchschnittlicher Korper eine Ernahrung, die ausschlie?lich oder zumindest uberwiegend aus EDEKA-Produkten besteht, nur 50 Jahre lang durchhalt.

PS: Der frustrierte Grundton dieses Beitrages resultiert naturlich daraus, dass meine bisherigen drei Rubbellose Nieten waren. :-)

Langeoog 2008: Reisenotizen

Kategorie: notiert, geschrieben am 24. September 2008 von der Flaneur

Wie gut, dass ich mir vorher noch einmal meine Reiseroute etwas genauer angeschaut habe. Denn als langjahriger Langeoog-Reisender sind mir die Stationen dieser kleinen Weltreise von Hamburg auf die Insel gewisserma?en schon in Fleisch und Blut ubergegangen: Umsteigen in Bremen, Oldenburg, Sande, Esens und schlussendlich dann in Bensersiel ab auf die Fahre und zu guter Letzt dann mit der Inselbahn ins Dorf Langeoog. Aber diesmal hie? es bei der Hinfahrt aussteigen in Varel und dann weiter mit dem Bus nach Bensersiel. Egal ob mit Bus oder Bahn, ich liebe diese Fahrt durch Ostfriesland und kann mich nicht sattsehen am Grun der Wiesen und Weiden und der Wolkenformationen. Und nach einer guten Stunde hielten wir dann auch schon vor dem Fahranleger in Bensersiel, wo die Fahre ein paar Minuten spater ablegte. Langsam tuckerte die Fahre aus dem Hafen hinaus, schier endlos kommt mir immer dieser Abschnitt vor, doch irgendwann hatten wir das offene Wattemmeer erreicht und auch wenn die graue Wolkendecke nur gefuhlte drei Meter

Langeoog 2008

uber meinem Kopf zu schweben schien, ich habe sie genossen, die ersten Atemzuge voll mit frischer Nordseeluft. Eine gute halbe Stunde dauert die Uberfahrt und vom Fahranleger Langeoog sind es dann nur ein paar Schritte zur Inselbahn, die die Reisenden im Expresstempo ins Dorf Langeoog befordert,

Langeoog 2008 Langeoog 2008

dessen weltberuhmte Skyline, bestehend aus Wasserturm und Kirchturm, man auf dem Bild rechts bewundern kann.

Ein klein wenig gespannt war ich schon als ich am Inselbahnhof aus dem Zug stieg. Was fur ein Quartier wurde mich erwarten und vor allen Dingen wurde, wie mir der Vermieter in seiner letzten Mail versprochen hatte, auch tatsachlich der Schlussel an der Tur hangen. Doch als ich nach vier Minuten Fu?weg vor dem Haus Bias stand, war alles in bester Ordnung. Der Schlussel steckte, wie versprochen und so konnte ich denn mein kleines Reich beziehen.

Langeoog 2008

Rasch die Sachen verstaut und dann ging es dahin, wohin ich mich schon die ganzen Wochen zuvor hingesehnt hatte: an den Strand. Ich glaube, ich habe es schon des Ofteren gestanden, ich bin strandwanderungssuchtig. Und ein typischer Langeoog-Urlaub besteht bei mir darin, dass ich am Vormittag ein paar Stunden am Strand in Richtung Ostende laufe und dann wieder zuruck und am Nachmittag das gleiche noch einmal mache und so geht das Tag fur Tag ohne dass es mir eine Sekunde lang langweilig werden wurde. Der kleine Tagesrucksack war schnell mit den notwendigen Utensilien wie Kamera, Akkus, Sonnencreme, Buch und Wasserflasche gefullt und dann ging es los.

Langeoog 2008 Langeoog 2008

Lale Andersen wurde im Vorubergehen freundlich zugenickt und kurz darauf die neue Aussichtsplattform, die man in den vergangenen zwolf Monaten am Wassertum gebaut hatte, mit kritischem Stirnrunzeln beaugt.

Langeoog 2008

Dann ein letzter steiler Anstieg hinauf zum Dunenkamm und dann lag sie vor mir, die Nordsee. Und dann hie? es nur noch eintauchen in den ewigen Ablauf von Ebbe und Flut, den Wind und die Sonnenstrahlen spuren, das Rauschen des Meeres horen, den Flugkunsten der Mowen zuschauen und am Horizont die gro?en Potte zahlen, die wer wei? wohin unterwegs waren. Allzu zugig kam ich bei meinen Strandspaziergangen nicht voran, denn alle paar Schritte hie? es stehenbleiben und ein Foto machen:

Langeoog 2008 Langeoog 2008

Langeoog 2008 Langeoog 2008

Langeoog 2008 Langeoog 2008

Langeoog 2008 Langeoog 2008

Und am Abend, meistens vor dem Abendessen ging es dann ins Kino “Umsonst und draussen”. Gezeigt wurde der Klassiker des Echtzeitnaturfilms “Sonnenuntergang am Meer”

Langeoog 2008 Langeoog 2008

Langeoog 2008 Langeoog 2008

Langeoog 2008 Langeoog 2008

Langeoog 2008 Langeoog 2008

Mit dem Rad war ich unterwegs gewesen und habe oben auf dem Deich die Stille der Wattseite genossen und mir spater dann, auf der Ruckfahrt

Langeoog 2008 Langeoog 2008

durch das Pirolatal, die neue Dune angeschaut, die im letzten Jahr aufgeschuttet wurde. Viel gabe es noch zu berichten: von der Fahrt zu den Seehundsbanken, dass das alte Postgebaude, das seit ein paar Jahren leer stand, abgerissen wurde und an seiner Stelle weitere Ferienwohnungen gebaut werden, uber den Besuch des Legomodells von Langeoog und, und, und. Doch eine wichtige Tatsache soll am Ende nicht unerwahnt bleiben. Es gibt jetzt Bier auf der Insel !!! Das hat es zwar seit jeher schon gegeben, aber immer nur die altvertrauten Marken, die man zwischen Flensburg und Garmisch-Partenkirchen in jedem Getrankeregal findet. Doch jetzt gibt es seit einem Jahr Langeoog-Bier. Probiert habe ich es dieses Mal noch nicht, aber in einem Jahr werde ich mir mal eine Flasche von diesem Zaubertrank gonnen. Denn wenn meine Liebe zu Strand, Wind und Wellen plotzlich verschwinden sollte (ein furchterlicher Gedanke) brauche ich schlie?lich einen Grund um auf die Insel furs Leben zu fahren :-)

Herrliche Aussichten

Kategorie: notiert, geschrieben am 16. September 2008 von der Flaneur

Ab Donnerstag werden bis Sonnabend taglich bis zu zehn Stunden Sonne erwartet, vermelden die Langeoog News in ihrer aktuellen Ausgabe. Da ist es ja man gut, dass ich ab morgen schon auf der Insel bin, um die ankommenden Sonnenstrahlen gebührend begrüßen zu können :-)

Ist das Glas nun halb leer

Kategorie: notiert, geschrieben am 15. September 2008 von der Flaneur

oder halb voll? Und je nachdem, wie man diese Frage beantwortet, kann man die derzeitigen Untersuchungsergebnisse meiner Mutter entweder positiv oder negativ interpretieren. Auf jeden Fall hat sie kein Fieber mehr und das ist die Voraussetzung, um gegebenenfalls mit der Chemotherapie fortfahren zu konnen. Aber erst muss sie mal wieder ein wenig zu Kraften kommen. Also hei?t es weiterhin, abwarten und das Beste hoffen.

Kurztrip ans Krankenbett

Kategorie: notiert, geschrieben am 14. September 2008 von der Flaneur

Mache mich jetzt mal auf den Weg in die Heimat. Ich telefoniere zwar fast jeden Tag mit meinem Vater, aber ich denke es ist allemal besser, wenn ich mir mal selbst ein Bild mache. Und ja, ich bin besorgt, was mich dort erwartet.