Monsieur Winter ist da

Kategorie: notiert, geschrieben am 27. Januar 2012 von der Flaneur

Schnee 2012

Eigentlich hatte ich ja nicht mehr mit Schnee und Eis in diesem Winter gerechnet, aber mit dieser Einschätzung habe ich, wie man sieht, falsch gelegen. Werde mich gleich mal auf’s Rad schwingen und zur U-Bahn schlittern. Und was ich von der ganzen Sache halte hat Gilbert Becaud auf den Punkt gebracht.

Ich bin jetzt ein Ex-Banker oder Warum ich mich von Uwe Seeler trennte

Kategorie: notiert, geschrieben am 26. Januar 2012 von der Flaneur

Ja, liebe Leserinnen und Leser dieses Blogs, an dieser Stelle lüfte ich ein über all die Jahre hinweg wohl gehütetes Geheimnis. Bis gestern war ich Miteigentümer einer Bank und zwar der PSD-Bank Nord. Okay, mit einem Geschäftsanteil von knapp 90 Euro war mein Einfluss auf die Geschäftspolitik dieses ehrwürdigen Geldinstituts, vorsichtig formuliert, begrenzt. Aber Anteil ist Anteil sage ich, bzw konnte ich bis gestern sagen. Denn da habe ich meine Geschäftsbeziehungen zur PSD-Bank, für die ja “Uns Uwe” sein freundliches Gesicht hinhält, nach mehr als 20 Jahren beendet. Damals als ich im Studium bei der Post arbeitete, hatte ich mir, aus Gründen, die ich jetzt nicht mehr rekonstruieren kann, bei dieser Bank ein Sparkonto eingerichtet. Die Beträge, die dort eintrudelten, waren nicht der Rede wert und so führte das Sparkonto über viele Jahre hinweg ein Schattendasein. Erst in den letzten Jahren wurde dort wieder regelmäßig eingezahlt, so dass ich mich Ende des vergangenen Jahres auf einmal fragte, wie ich denn, im Falle eines Falles, an meinen Sparstrumpf käme. Zwar war ich seit längerem schon im Besitz einer dieser Plastikkarten und für’s Online-Banking war ich auch registriert, doch auch die PSD-Bank ist nun dem Modernisierungswahn verfallen und bietet nun das neue TAN-Verfahren an, bei dem man sich die TAN per SMS auf sein Handy schicken kann, was bei mir nicht funktioniert, da ich ein solches nicht besitze oder man erzeugt die TAN selber über einen TAN-Generator. Um einen solchen TAN-Generator jedoch nutzen zu können, benötigt man jedoch nicht nur ein Girokonto bei dieser Bank, nein auf diesem Konto muss auch ein regelmäßiger Gehaltseingang zu verzeichnen sein. Da ich aber nun nicht gewillt war, nur wegen eines popeligen Sparkontos mein bestehendes Girokonto aufzulösen und alle bestehenden Dauer- und Lastschriftaufträge zu ändern, habe ich dann gestern kurzerhand das Konto gekündigt und meine Geschäftsanteile zurückgegeben. Ich meine, ich kann es ja verstehen, wenn die Bank die Sicherheit für Ihre Kunden erhöhen will, aber der damit verbundene Zwang zur Führung eines Girokontos erscheint mir doch ziemlich unflexibel zu sein.

Die erste Fahrt in diesem Jahr

Kategorie: notiert, geschrieben am 25. Januar 2012 von der Flaneur

Hafenfähre vor der Hafenstraße

Zum ersten Mal in diesem Jahr bin ich heute meine Lieblingsfährverbindung im Hamburger Hafen gefahren. Mit der 62er-Fähre von den Landungsbrücken nach Finkenwerder und wieder zurück. Ich habe mir zwar mächtig einen abgefroren, aber es war super. Jedes Mal, wenn ich oben an Deck ganz vorne stehe und die Fähre elbabwärts tuckert, vorbei an der Fischauktionshalle, dem Dockland und dem Museumshafen und dann auf dem breiten Strom gen Finkenwerder fährt, während rechts und links die großen Containerschiffe an einem vorbei ziehen, da habe ich stets dieses Gefühl von Aufbruch in die große, weite Welt

Jenseits von Raum und Zeit

Kategorie: notiert, geschrieben am 24. Januar 2012 von der Flaneur

Seit ein paar Wochen habe ich die Information, dass am 26. Januar zwischen 9:00 und 11:00 Uhr Mister X vorbei kommen will, um meinen Wasserzähler abzulesen. Na super, habe ich gedacht, als ich meinen Call-Center-Dienstplan konsultierte, an dem Tag habe ich frei, dann lerne ich diesen Herrn auch mal persönlich kennen. Doch daraus wird nun leider nichts, denn wie ich soeben feststellte, fällt der 26. Januar 2012 bekanntlich auf einen Donnerstag und mein freier Tag im Call-Center ist morgen der 25. Januar. Also werde ich, wie gehabt, am Donnerstagmorgen den Zählerstand selber notieren und den Umschlag an die Tür kleben. Hat letztes und vorletztes Jahr super geklappt und wird es bestimmt auch dieses Jahr tun. Aber merkwürdig finde ich das schon, dass ich mich über mehrere Wochen hinweg so im Datum vertun kann.

Nachdenklich

Kategorie: notiert, geschrieben am 24. Januar 2012 von der Flaneur

hat mich heute bei der morgendlichen Zeitungslektüre eine kleine Agenturmeldung gemacht, die berichtet, dass laut Auskunft des Hamburger Senat auf eine kleine Anfrage der FDP-Bürgerschaftsfraktion, in der Hansestadt ca. 10.000 Überwachungskameras installiert sind. Wenn man in der Innenstadt unterwegs ist und sich mal Zeit nimmt sich umzuschauen, dann sieht man die Dinger ja an fast jeder Ecke. Dass es aber so viele sind, hätte ich jetzt nicht gedacht. Und dann machen manche Leute ein Geschrei wegen Google Street View.

Die ersten Wochen des Jahres

Kategorie: gern gehört, notiert, geschrieben am 23. Januar 2012 von der Flaneur

sind immer die spannendsten im Call-Center. Denn in dieser Zeit machen die Mitarbeiter in der Personaleinsatzplanung die Urlaubslisten für das laufende Jahr auf Grundlage unserer zuvor eingereichten Wunschtermine fertig. Und ein jeder hofft im Stillen, das seine eingereichten Urlaubswünsche genehmigt werden. Tja, was soll ich sagen, bei mir ist alles abgenickt worden. Jetzt kann ich mich, wie in den vergangenen Jahren im Mai und im Juli auf jeweils eine Woche und Mitte September auf zwei Wochen Urlaub freuen und nicht zu vergessen die Urlaubswoche, die übernächste Woche schon ansteht und auf die ich mich momentan am meisten freue. Und wenn hier schon so viel von Freude die Rede ist, gibt’s hier das passende Lied dazu:

Wenig geschafft heute,

Kategorie: notiert, geschrieben am 22. Januar 2012 von der Flaneur

im Hotel. Also lesemäßig muss ich dazu sagen. Zwar waren heute nur wenig Zimmer gebucht und Anreisen hatte ich auch nicht, aber immer, wenn ich es mir hinter meinem Rezeptionstresen gemütlich machen und mich in meinen Geschichtswälzer vertiefen wollte, klingelte das Telefon Sturm und ich mehrere Buchungsanfragen im Maileingang.  Die wurden dann rasch abgearbeitet, aber nach einer Seite Lektüre ging das Spiel wieder von vorne los. Da ist es denn kein Wunder, dass ich es heute Nachmittag nur von Seite 172 bis zur Seite 179 geschafft habe.

Kopfschütteln beim Frühstück

Kategorie: notiert, geschrieben am 21. Januar 2012 von der Flaneur

Heute morgen beim Frühstück hatte ich endlich Zeit und Muße einen Blick in die Januar-Ausgabe des Hamburger Obdachlosenmagzins Hinz und Kunzt zu werfen. Auf Seite 20 bin ich auf einen Artikel gestoßen, den ich zweimal lesen musste, um zu begreifen, dass es sich dabei nicht um einen verfrühten Aprilscherz, sondern um bittere Realität handelt. Es ist doch kaum zu glauben, dass die Bahn Menschen, die eh nichts haben, die Möglichkeit verwehrt, sich mit dem Sammeln von Pfandflaschen ein paar Euros zu verdienen. Und nach meinen Beobachtungen liegt die Ursache für verdreckte Bahnsteige nicht bei denjenigen die die Abfallkörbe durchwühlen, denn die gehen dabei immer sehr ordentlich zu Werke, sondern bei den Reisenden, die ihre Kippen und Pappbecher einfach fallen lassen, wo sie gerade stehen.

Der Sommer kann kommen

Kategorie: notiert, geschrieben am 20. Januar 2012 von der Flaneur

Fächer

Von mir aus kann der Sommer kommen, ich bin auf Temperaturen weit über dem Gefrierpunkt bestens vorbereitet, wie man hier sehen kann. Denn eine Kollegin aus dem Call-Center, die über Weihnachten in Thailand war, hat uns von dort diese Fächer mitgebracht. Jetzt fehlen nur noch die tropischen Temperaturen, damit dieser Kühlungsspender auch zum Einsatz kommen kann.

Warnung vor dem 23. Juni 2012

Kategorie: notiert, geschrieben am 19. Januar 2012 von der Flaneur

Am 24. Juni 2012 feiert die Zeitung mit den großen Buchstaben ihren 60. Geburtstag. Und da das Revolverblatt aus dem Hause Springer ja immer irgendwie ein Hauch von Größenwahn umweht, soll am 23. Juni 2012 jeder Haushalt, jawoll jeder Haushalt in dieser Republik, mit einer Sonderausgabe dieses Blattes beglückt terrorisiert werden. Ein Gutes hat ja diese Vorankündigung, denn so weiß ich, was ich an diesem Tag garantiert nicht lesen werde.