Die Herrenhäuser Gärten standen schon seit langem auf meiner Liste der Orte in Deutschland, die ich unbedingt mal gesehen haben wollte. Heute war es dann soweit und ich habe mich auf den Weg in die niedersächsische Landeshauptstadt gemacht. Die Hinfahrt verlief ein klein wenig chaotisch, da kurz vor Celle ein Güterzug entgleist war, so dass zwischen Eschede und Celle ein Schienenersatzverkehr eingerichtet wurde. War aber alles halb so wild, denn letztendlich bin ich nur eine halbe Stunde später als geplant in Hannover angekommen. Vom Hauptbahnhof ging’s dann zu Fuß durch die Bahnhofstraße zur Haltestelle Kröpcke und von dort mit der Straßenbahnlinie 4 (man kann auch die Linie 5 nehmen) hinaus zu den Herrenhäuser Gärten. Offen gestanden, war ich ja ein wenig skeptisch, ob mir die ganze Anlage überhaupt gefallen würde. Denn vor allem das Herz- und Prunkstück der ganzen Anlage, der barocke Große Garten, mit seinen abgezirkelten Mustern, ist eine Gartenform, die mir eigentlich überhaupt nicht zusagt, ich bin da doch eher ein Freund des englischen Landschaftsgarten, wie dem Jenisch-Park in Hamburg. Doch als ich dann vor Ort war, hat mich diese Anlage, die viel weitläufiger ist, als es die Fotos vermuten lassen, gleich in ihren Bann gezogen.
Obwohl das Wetter zum Fotografieren nicht gut war, habe ich dennoch jede Menge Bilder gemacht.