Ja, liebe Leserinnen und Leser dieses Blogs, an dieser Stelle lüfte ich ein über all die Jahre hinweg wohl gehütetes Geheimnis. Bis gestern war ich Miteigentümer einer Bank und zwar der PSD-Bank Nord. Okay, mit einem Geschäftsanteil von knapp 90 Euro war mein Einfluss auf die Geschäftspolitik dieses ehrwürdigen Geldinstituts, vorsichtig formuliert, begrenzt. Aber Anteil ist Anteil sage ich, bzw konnte ich bis gestern sagen. Denn da habe ich meine Geschäftsbeziehungen zur PSD-Bank, für die ja “Uns Uwe” sein freundliches Gesicht hinhält, nach mehr als 20 Jahren beendet. Damals als ich im Studium bei der Post arbeitete, hatte ich mir, aus Gründen, die ich jetzt nicht mehr rekonstruieren kann, bei dieser Bank ein Sparkonto eingerichtet. Die Beträge, die dort eintrudelten, waren nicht der Rede wert und so führte das Sparkonto über viele Jahre hinweg ein Schattendasein. Erst in den letzten Jahren wurde dort wieder regelmäßig eingezahlt, so dass ich mich Ende des vergangenen Jahres auf einmal fragte, wie ich denn, im Falle eines Falles, an meinen Sparstrumpf käme. Zwar war ich seit längerem schon im Besitz einer dieser Plastikkarten und für’s Online-Banking war ich auch registriert, doch auch die PSD-Bank ist nun dem Modernisierungswahn verfallen und bietet nun das neue TAN-Verfahren an, bei dem man sich die TAN per SMS auf sein Handy schicken kann, was bei mir nicht funktioniert, da ich ein solches nicht besitze oder man erzeugt die TAN selber über einen TAN-Generator. Um einen solchen TAN-Generator jedoch nutzen zu können, benötigt man jedoch nicht nur ein Girokonto bei dieser Bank, nein auf diesem Konto muss auch ein regelmäßiger Gehaltseingang zu verzeichnen sein. Da ich aber nun nicht gewillt war, nur wegen eines popeligen Sparkontos mein bestehendes Girokonto aufzulösen und alle bestehenden Dauer- und Lastschriftaufträge zu ändern, habe ich dann gestern kurzerhand das Konto gekündigt und meine Geschäftsanteile zurückgegeben. Ich meine, ich kann es ja verstehen, wenn die Bank die Sicherheit für Ihre Kunden erhöhen will, aber der damit verbundene Zwang zur Führung eines Girokontos erscheint mir doch ziemlich unflexibel zu sein.